Schneeschuhwoche

Bericht der Schneeschuh-Tourenwoche 23. – 30. Januar 2016 Sedrun GR von Berthi Merki

Ausgerüstet für in den Schnee warten 14 Teilnehmer beim Treff in Bern. Im reservierten Zugsabteil reisen wir Richtung Zürich – Chur. Dort warten beim angeschriebenen NF- Abteil der Rhb Lucia und Martin, die zwei Churer Naturfreunde. Die Fahrt von Chur nach Sedrun dauert 1 ½ Stunde. Diese Strecke mit der Rhb ist einzigartig. Schroffe Felsen, Türme, bizarre Landschaftsbilder wirken wild und zugleich romantisch. Der Rhein schlängelt sich durch die enge Schlucht.  

In Sedrun angekommen geht’s abwärts auf schneebedeckter Strasse. Unser Hotel Soliva liegt an der Strasse Disentis – Oberalp. Empfangen werden wir von der Senior Chefin, sie ist Samstag und Sonntag für unsere Wünsche und Fragen zuständig. Ab Montagmorgen ist auch ihre Tochter für uns da. Die beiden Frauen Soliva führen das Hotel. Im Restaurant geniessen wir eine Bündner -Gerstensuppe ,,fasch soo guet wie die vom Hedi``. Einige versuchen Gapuns.

Nach dem Zimmerbezug gehen wir gemeinsam in das Sportgeschäft wo wir Schaufel, Sonde und Barryvox erhalten. Dazu die nötigen Erklärungen, auch Fragen zu den mitgebrachten Suchgeräten werden beantwortet. Anschliessend reicht es allen für eine Dorferkundung.

Für das Schneeschuhlaufen hat sich René schon Wochen zuvor Gedanken gemacht. Besser gesagt, er war auf der Karte unterwegs…… Kurt und Willi, unsere Führer suchten die bestmöglichen Routen aus. Der Schnee lag nicht in Hülle und Fülle! Doch am Ende der Touren waren alle glücklich über das Geleistete. Übrigens, das Wetter hat uns mächtig verwöhnt! Sonne, rundum Berge, mal leichte Bewölkung. Ein wunderschönes Gebiet das Bündneroberland.

Die Sonntagstour führt uns von Sedrun nach unten zum jungen Vorder- Rhein, über die Brücke weiter auf der anderen Talseite des Flusses. Entlang der Langlaufloipe durch lichte Wälder, sanfte Steigungen erreichen wir einen Heuschober. Dieser bietet uns seitlich Gelegenheit für die Mittagsrast. Wir stillen den Hunger mit dem Lunch vom Hotel, das Wunschsandwiches schmeckt allen. Auch der Holzlattenzaun ist eine ideale Sitzgelegenheit. aber hoppla, plötzlich krachst, Rosmarie liegt rücklings im Schnee. Das Gelächter bleibt nicht aus. Nach 3 ½ Stunden erreichen wir Tschamut. Im kleinen Restaurant gönnen wir uns einen Durstlöscher. Die Bahnhaltestelle liegt noch 60 Meter höher. Einige krabbeln direkt den steilen Hang hoch, andere ziehen die Strasse vor. Die Rhb bringt uns von Tschamut- Selve nach Sedrun.

Die Abende verbringen wir mit Plaudern, Spielen, Jassen, Lesen. Zu viert wird der  “Töggelikasten“ gefeckt, das Gelächter ist bis in die Gaststube zu hören. Einige gehen früh schlafen um am nächsten Tag fit zu sein.

Der beste Ausgangspunkt für Touren ist der Oberalppass Höhe 2044m. Für mich war die Königsetappe vom Pass Richtung Rheinquelle, dass Highlight der Woche. Das Einlaufen war flach, ja es ging sogar noch abwärts, Grund ist die Lawinensicherheit. Unser Ziel fordert eine Leistung von 360 Hm. Mal geht es fast himmelwärts dann wieder etwas sanfter, schwitzen, schnaufen wie ein Ross!  ,, “Uh das bruucht de Kalorie“. Der Rückweg nach Tschamut war ebenfalls abwechslungsreich. Sind die Hänge steil sucht jedes seine eigene Spur. Die Elite muss oft etwas warten. Sanfte Stürze in Mulden gehören dazu. Auch ich mache ungewollt eine Schneelandung, sinke links mit Schneeschuh und Stock ein und das Gleichgewicht ist verloren. So wird gelacht, gepuddelt, hochgekrabbelt und weiter geht’s im Gänsemarsch.

Um 18 00 Uhr ist jeweils das Nachtessen. Hunger ist der beste Koch! Vorab ein Salat vom Buffet, jedes kann nach Lust und Laune schöpfen. Das Hauptgericht ist abwechslungsreich und gut. Kafi und Dessert runden das Menu ab. Das Servicepersonal war freundlich und aufmerksam.

Das Gruppenerlebnis war in dieser Sedrunerwoche einfach toll. Für interessante Infos waren die zierliche, fröhliche Luzia und Martin mit ihrem Wissen über das Bündnerland zuständig. Wir nehmen Abschied von der Surselva mit viel Wissenswertem im Rucksack. Allen beteiligten, besonders Kurt   und Willi ein grosses Dankeschön.

Berthi

 

Bericht der Schneeschuh-Tourenwoche 23. – 30. Januar 2016 Sedrun GR von Willi Umhang

Der Jasstisch war auch immer gut besetzt. Gelegentlich spielte sogar die Alt-Chefin Johanna mit.

„Danke schön“! Zum ersten an René für all die Vorbereitungen und Reservation. Schade, dass er selber nicht mitwandern konnte. Merci auch an Küre, der die meisten Touren führte und sich vordrängte, wenn es darum ging eine neue Spur anzulegen. Danke auch an alle Teilnehmer für diese „geile“ Woche.                                                                                                                W.U.