Wanderwoche Fiesch

Wanderwoche in Fiesch vom 3. bis 10. Sept 2016

Eine schönere Woche hätten wir nicht auslesen können, jeder Tag warm und sonnig, kaum eine Wolke am Himmel. Einzig am Montagmorgen regnete es etwas, was aber nicht hinderte, dennoch eine Wanderung zu unternehmen.

Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, eine Gruppe war vier bis fünf Stunden zu Fuss unterwegs, die zweite Gruppe kam nicht früher ins Hotel zurück, die Wanderungen waren jedoch viel kürzer! Mit den wählbaren Tageskarten konnte man frei die Seilbahnen und die Züge des Goms benutzen.

Programm vom Dienstag zum Beispiel: Mit Gondel aufs Eggishorn, Aussicht geniessen, schauen wie die erste Gruppe langsam den steilen Weg zum Gletscher hinunter in Angriff nimmt, dann gemütlich mit der Gondel bis in die Mittelstation fahren, dort picknicken, den Murmeltieren zuschauen und eine Runde zu Fuss machen – ganz unseren Marschmöglichkeiten angepasst. Weitere Ausflüge unternahmen wir ins Binntal, auf das Bettmerhorn, die Riederalp und die Moosfluh. Am Abend nach dem stets feinen Essen hatte man Zeit um zusammenzusitzen und zu plaudern und schon wieder den nächsten Tag zu planen, ohne je auf das Wetter achten zu müssen! KFl.

Hier auch der Bericht der ersten Gruppe! 

Wir hatten eine schöne und vielversprechende Wanderwoche vor uns. Am Sa. war Anreise und Beziehen des Zimmers, unseres war geräumig. Dann stand natürlich die Dorfbesichtigung mit anschliessendem Durstlöschen an. Am So: erste Wanderung Fiescheralp, Blausee, Riederfurka, Riederalp, Mörel. Bei viel Sonnenschein genossen wir die Bergwelt. Mo: mehrheitlich ein Regentag. Vor dem Bahnhof entdeckten wir eine Schneckenkonferenz. Auf einem abgeschnittenen Baumstrunk ca. 9 Schnecken beim "Meeting". So starteten wir mit Schirm und ohne Stöcke nach Fürgangen, Mühlebach, Hängebrücke, Ernen und wieder Fiesch. Auf der sanften Wanderung musste man jedoch aufpassen, dass man nicht ausrutschte. Um 13 Uhr hatten wir Glück, in einem Gasthaus mit 14 Personen Platz zu finden und unterschiedliche, kleine Mittagessen zu bekommen. Es hat allen gemundet, soviel ich weiss. Ich hatte einen vorzüglichen Gemüseteller. Gestärkt waren wir wieder bereit für den Nach-Hause-Weg. Di-Morgen strahlender Sonnenschein. Guten Mutes gondelten wir auf's Eggishorn, mit einem Ausflug auf den Fotospitz. Vom Eggishorn, 2870m, stiegen wir dann mit einer Horde Jugendlichen ab, die im Lager waren und zum Teil zum ersten Mal eine solche Wanderung unter die Schuhe nahmen. So wanderten wir weiter nach unten, Kreuzung, 2’623m, und weiter unten auch noch mal Kreuzung, 2'470m, bis Märjela Gletscherstube, 2’373m. Dort assen wir zu Mittag zwischen Gletscherstube und Märjelensee. Nach der grossen Pause wanderten wir Richtung Roti Chumme, entlang dem Aletschgletscher, und weiter nach Biel VS und Moosfluh, 2’333m, mit einer grandiosen Rundumsicht. Am Abend fiel ich mit einer gesunden Müdigkeit früh ins Bett. Mi-Morgen machten wir uns gespannt Richtung Binntal auf. Mit dem Poschi fuhren wir bis zum Restaurant Imfeld und nahmen dort noch eine flüssige Stärkung zu uns. So waren wir bereit für die Mineraliengrube Lengenbach. Nach einem kurzen Aufstieg wurden wir auch schon fündig, meist kleinere Kostbarkeiten. Durch den Wald wanderten wir weiter bis vor Binn, wo wir unser Mittagspicknick auf der Wiese einnahmen. In Binn gönnten wir uns noch etwas Trinkbares auf der Terrasse unter dem Sonnenschirm. Um 13.50 Uhr starteten wir Richtung Ernen. Vorbei am Stausee führte der Wanderweg von Santigläis nach Steinmatten, um den Verkehrstunnel zu umgehen. Zu der schönen Landschaft mit Wasserfall, wurde uns auch noch Kunst geboten, die mich zum Nachdenken brachte. Weiter ging's zur Binna über die Steinbrücke, dann wieder hinauf zur Kapelle und wieder hinunter und wieder hoch zur Poschistation Wasen Zauberwald. Dort angekommen bei sommerlichen Temperaturen warteten wir gerne, zum Teil auf Ameisenhaufen, auf die Rückfahrt. Man munkelt, es seine 900 effektive Höhenmeter gewesen. Am Do. machten einige einen freien Tag. Die andern steuerten DAS RISIHORN an. Mit dem Zug fuhren wir nach Fürgangen, mit der Luftseilbahn (max. 8 Personen) Sesselbahn Richinen Flesche. Die Bahn fuhr nicht. Sie erklärten uns: ,,Technischer Defekt, in 10-30 Min. fährt die Bahn wieder!“ Einige verschwanden in einem nahen Café. Zu zweit setzten wir uns in der Nähe auf ein Bänklein an der Sonne, und guckten gespannt auf die Sesselbahn. Ein junger Mitarbeiter schleppte irgendwelche Flüssigkeiten in Kanistern umher und bald darauf lief die Bahn wieder einwandfrei. Von unseren Wanderkollegen keine Spur. So warteten wir, bis sie endlich auftauchten. An der Kasse bekamen wir netterweise den Gästerabatt auch ohne Ausweiskarte, die sie uns im Hotel nicht hatten geben wollen. Oben angekommen, machten wir eine kleine Pause, zwecks wichtiger Sitzung. Dann ging es nach 10.30 Uhr zackig los. Einer fühlte sich nicht besonders fit und beschloss alleine für sich weiter zu wandern. Wir übrigen sechs Naturfreunde wanderten weiter Richtung Risihorn. Mit einigen Abkürzungen bezwangen wir leichtfüssig oder schwerfüssiger, die von Steinen übersäten Gebirgsgrashänge. Etwas erschöpft meldeten sich Zwei und beschlossen zu den Seen zu wandern. Noch eine Weitere und ich beschlossen auch sofort, mit den beiden mitzuziehen. Die letzten Zwei von unserer Gruppe, die ja die vordersten gewesen waren, schlossen sich uns auch gleich an. So wanderten wir zusammen, von oben hinunter zum Mittelsee und genossen das wohlverdiente Mittagessen. Gestärkt wanderten wir weiter hinunter zum Spielsee und weiter entlang den Heidelbeeren und an Wachholdersträuchern vorbei, bis zurück zur Sesselbahn. Dort löschten wir noch den ewigen Durst auf der Bergterrasse, alles bei reichlich Sonnenschein. Wieder auf der kleinen Luftseilbahn Richtung Tal, beobachteten wir, wie unser Zug, derjenige nach Fiesch, pünktlich einfuhr und pünktlich auch wieder weg fuhr. Leider waren wir zu diesem Zeitpunkt noch in der Luftseilbahn. Sonst war der Zug immer mindestens 4 Min. oder mehr zu spät gewesen. Das hätte uns auch gereicht! Kurz überlegt - es war schnell ein Ersatzprogramm vorgelegt: einmal Hängebrücke Mühlebach-Beiz und zurück. Dies gelang auch und so überquerten wir die Brücke auch noch zweimal bei Sonnenschein. Fr: Letzter Wandertag war angesagt. Da packte der Wanderleiter nochmals eine nahrhafte Wanderung aus. Frohen Mutes und voller Vorfreuden und Ehrfurcht starten wir von der Belalp Richtung Massahängebrücke. Beim ersten Abstieg mussten wir leider einen Verletzten beklagen, der mit seiner Partnerin wieder zurück humpeln musste. - (Ich habe gehört, der Fuss sei gebrochen gewesen. Hier wünsche ich dir eine gute Genesung. Hoffe, dass du bald wieder mitkommen kannst.) - Weiter wanderten wir an Hirmi, Licka, zwischen den liegenden Ehringerkühen, Aletschji und Leng Acker vorbei, unweit von einem Fotopoint entfernt, den wir kurz besuchten. Nach 10 Min. Weiterwandern war die faszinierende Hängebrücke in Sichtweite. Ein cooles Ding. Wir meisterten die Hängebrücke gut und können auch stolz darauf sein. Nach einem weiteren kurzen Marsch aufwärts gelangten wir an den ersehnten Grünsee, wo wir das wohlverdiente Mittagessen einnahmen und kurz ausruhten. Weiter ging's wieder relativ steil hoch, durch den lichten Wald, zum Silbersand, knapp 2'000m ü.M. Von da an war's noch eine 3/4Std. bis Riederfurka. Geschafft! Schööön! Ein letztes Durstlöschen auf der Terrasse war allen willkommen. Eine tolle Woche haben wir zusammen verbracht und viele schöne, eindrückliche und zufriedene Momente erlebt. Danke an alle, die dazu beigetragen haben. Die Heimreise verlief gut und mit dem Zug auch entspannt. 

 

Ich hoffe, dass ihr das Erlebte positiv Revue passieren lassen könnt und freue mich auf weitere Zusammentreffen.            elV sch