Hundsrügg

Wanderung Jaunpass - Hundsrügg - Rellereli
Es ist die Regel - bei Martis Wandervorhaben herrschen unsichere Wetterbedingungen. Ich war ziemlich angespannt, denn dieses Mal musste ich die Organisation alleine durchziehen, Kurt hatte sich nach Kopenhagen abgesetzt. René sicherte mir allerdings seine Unterstützung zu. Am Samstagmittag haben wir dann gemeinsam entschieden, die Wanderung über den Hundsrügg durchzuführen.

Unsere Entscheidung war dieses Mal goldrichtig. Ideales Wanderwetter begleitet unseren Aufstieg zum Hundsrügg. Nach einem Startkaffee auf dem Jaunpass machen wir uns um 10.15 Uhr auf den Weg. Zuerst geht es angenehm auf einem breiten Alpweg bergauf. Die Gastlosen bilden eine dramatische Kulisse auf der rechten Seite, hüllen sich zeitweise vornehm in Nebelschwaden, um dann unverhofft im schönsten Sonnenlicht zu brillieren. Links taucht nach einiger Zeit der Wildstrubel mit der Pleine Morte auf. Dieses Panorama begleitet uns auf der ganzen Wanderung.
Später wird es dann richtig steil, der Weg gesäumt von Alpenrosen- und Heidelbeerstauden. Immer wieder verweilen die Frauen und pflücken die reifen Heidelbeeren.
Nach der Mittagsrast erwartet uns auf dem doch recht schmalen Grat eine kleine Herde Hochlandrinder mit einschüchternd langen und spitzen Hörnern. So diskret wie möglich schleichen wir uns an den prächtigen Tieren vorbei.

Der steile Anstieg zum höchsten Punkt des Hundsrüggs auf 2047 m.ü.M. ist für einige ein Nasenwasser für andere eine grosse Leistung. Von dort geht es weiter über Alpweiden hinunter zur Bire. Da wir spät dran sind, steigen wir nicht wie geplant zum Rellerli auf, sondern wählen den direkten Weg nach Saanenmöser hinunter.

Nach fast zwei Stunden Abstieg treffen auch die letzten tapferen Wanderer in Saanenmöser ein. Im noblen Hotel des Alpes genehmigen wir uns ein erfrischendes Getränk, eine Glace oder einen halben Liter Doping (Cola). Um 18.30 Uhr besteigen wir den "Lumpensammler" nach Zweisimmen. Ein schöner Wandertag geht seinem Ende entgegen. RMa